Und schon ist es wieder soweit. Spätestens mit der Zeitumstellung wird einem bewusst, dass wir uns auf die kalte Jahreszeit einstellen müssen. Auch wenn wir die schönen Seiten am Herbst und Winter lieben, so können uns die kurzen und häufig dämmrigen Tage ganz schön auf das Gemüt schlagen. Der Grund: Licht beeinflusst unsere “innere Uhr”. Gerade künstliches Licht kann den störenden Effekt noch verstärken. Daher ist es wichtig, die richtigen modernen Leuchtmittel so einzusetzen, um den natürlichen Rhythmus zu unterstützen und gegenzusteuern.

Gut zu wissen!

Mit dem Stand der Sonne ändert das Licht seine Färbung. Analysiert man das Spektrum des Tageslichts jedoch zu unterschiedlichen Uhrzeiten, lassen sich wichtige Faktoren für die Leuchten-Auswahl feststellen. Während tagsüber – insbesondere am Vormittag – der Blauanteil überwiegt, nimmt das Licht zum Abend hin einen deutlichen Rotstich an. Wir haben uns schon zu Urzeiten an diesen Licht-Rhythmus gewöhnt und unsere „innere Uhr“ danach ausgerichtet. Das bedeutet blaustichiges Licht macht wach und aufmerksam. Rötlichere Töne wiederum fördern die Entspannung und sorgen eher für Müdigkeit. Grund dafür sind bestimmte Rezeptoren in den Augen. Es handelt sich um Körperzellen, die die Substanz Melanopsin enthalten. Bei blauem Licht werden diese Rezeptoren aktiv und unterdrücken die Produktion des Schlafhormons.

Ein paar einfache Tipps können helfen, die Stimmung zu heben und dem Regen oder Schneematsch mit guter Laune zu trotzen.

 

Wichtig – die richtige Auswahl der Leuchtmittel ist entscheidend!

Büro

Der PC-Bildschirm liefert von sich aus einen hohen Blaulichtanteil und unterstützt damit den Wachzustand. Dennoch sind oftmals zusätzliche Leuchtquellen erforderlich. Als Deckenlicht können Sie hierbei auf eine Tageslichtlampe oder eine LED-Beleuchtung setzen. Achtung: Wenn Sie bis in den späten Abend hinein arbeiten müssen, sollten Sie den Blauanteil im Licht deutlich reduzieren. Zusätzlich zu einer Tageslichtlampe, die sie in den Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr einschalten sollten, brauchen Sie also eine weitere Lichtquelle, die für Abendstimmung sorgt. Das kann eine Schreibtischlampe mit konventioneller Glühbirne sein oder eine entsprechende LED-Leuchte.

Wohnzimmer

Hier verbringen wir meist die Stunden vor dem Schlafengehen. Demnach sollten die Leuchten am Abend eher warmes, rötliches Licht abgeben. Neben entsprechenden Lichtquellen kommen hierfür auch orange-rötlich getönte Lampenschirme in Frage. Denn nicht nur die Leuchtmittel selbst, sondern auch Schirmfarben beeinflussen die Tönung des Lichts.

Schlafzimmer

Hier sollten Sie unbedingt auf warmes, rötliches Licht setzen – insbesondere bei den Leselampen. Sowohl LEDs und Halogenleuchten gibt es auch in weiß-warm. Grelles Licht mit Blautönung gilt es hier unbedingt zu vermeiden!

Küche

Das hier viel gearbeitet wird, sollte jedem klar sein. Gutes helles, blauschimmerndes Licht ist daher wichtig. Aber auch für gemütliche Stunden, bei einer Tasse Tee oder einem Glas Rotwein darf Licht mit entspannender Wirkung nicht fehlen.